Fremdwährungskredit und Rechtsschutzversicherung

19. August 2014

Nahezu wöchentlich erreichen uns Meldungen, wonach in benachbarten Ländern vornehmlich österreichische Banken zur Kasse gebeten werden sollen, wenn es um Verluste aus Fremdwährungsfinanzierungen geht. Es ist  nicht davon auszugehen, dass der Gesetzgeber in Österreich Ähnliches plant, weshalb der einzelne Kreditnehmer mit der Durchsetzung seiner Ansprüche wohl auf sich alleine gestellt bleibt.

Wer sich glücklich schätzt, hat eine Rechtsschutzversicherung und bemüht sich diese zur Deckung zu bewegen. Die Rechtsschutzversicherungen leiden jedoch immer noch an den Nachwehen der Finanzkrise und der in diesem Zusammenhang hervorgekommenen Anlegerschäden samt der damit einhergehenden Prozesse.

Sie lehnen daher die Deckungsersuchen oftmals ab, mit den Argumenten, es handle sich bei der Aufnahme von Fremdwährungskrediten um Spekulation(so die D.A.S. Rechtsschutzversicherung AG  bzw. Wette und Spiel (so die ARAG). Da die meisten Fremdwährungskredite zum Erwerb von Liegenschaften aufgenommen wurden, wird dann seitens der D.A.S. auch behauptet, die Finanzierung stehe in Zusammenhang mit einem Bauprojekts, was ebenfalls die Finanzierung ausschließe.

Branchenintern geht man davon aus, dass sich 90% der Versicherungsnehmer davon abschrecken lassen. Die Versicherungen lassen sich auch klagen und gehen dann auch mal gerne in die zweite Instanz in Berufung.  Zuletzt ergingen jedoch mehrere Entscheidungen an denen teilweise unsere Kanzlei mitgewirkt hat, dass die Rechtsschutzversicherung Deckung in einem Verfahren gegen die Bank wegen Fremdwährungskrediten gewähren muss.

Lassen Sie sich also nicht von der Ablehnung der Rechtsschutzversicherung verunsichern und vereinbaren Sie einen Beratungstermin. Es geht um Ihr Geld!

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